Tarot
Tarot – Die 78 Karten & Tageskarte
Tarot ist eine jahrhundertealte Bildsprache, die keine Zukunft vorschreibt, sondern Fragen stellt und Perspektiven öffnet. Auf dieser Seite findest du alle 78 Tarotkarten – die 22 Großen und die 56 Kleinen Arkana – mit ihrer Bedeutung aufrecht und umgekehrt, dazu Hinweise zu Liebe, Beruf und Symbolik – als Werkzeug zur Selbstreflexion, nicht als Wahrsagerei oder Vorhersage.
Zuletzt aktualisiert: 20.07.2026
Was ist Tarot?
Tarot ist ein Kartenset aus 78 Blättern, dessen Ursprung im Italien des 15. Jahrhunderts liegt – zunächst als Kartenspiel, erst Jahrhunderte später als Werkzeug zur Selbstreflexion und Deutung. Jede Karte trägt ein dichtes Bildmotiv, das Archetypen, Lebensphasen und innere Zustände darstellt: den Aufbruch des Narren, die Klarheit des Magiers, den Umbruch des Turms. Wer Tarot legt, liest keine feststehende Zukunft aus den Karten, sondern nutzt die Bilder als Spiegel für eine konkrete Frage oder Situation. Die Deutung entsteht im Zusammenspiel zwischen Kartenbild, Fragestellung und der eigenen Lebenserfahrung – deshalb kann dieselbe Karte in unterschiedlichen Kontexten unterschiedlich klingen. Das bekannteste und heute meistgenutzte Bildsystem ist das Rider-Waite-Smith-Tarot von 1909, auf dem auch die Beschreibungen dieser Seite beruhen.
Die 22 Karten der Großen Arkana
Die Große Arkana besteht aus 22 Karten, nummeriert von 0 (Der Narr) bis XXI (Die Welt). Sie gelten als das Herzstück des Tarot, weil sie große, archetypische Themen abbilden – Übergänge, innere Entwicklung, einschneidende Erfahrungen – statt der alltäglicheren Situationen der Kleinen Arkana. Gelesen als fortlaufende Erzählung, beschreibt die Zahlenfolge oft die sogenannte „Reise des Narren": vom unbedarften Aufbruch (0) über Prüfungen, Krisen und Erkenntnisse bis zur Vollendung in der Welt (XXI), bevor die Zählung mit dem Narren wieder von vorn beginnt. In einer Legung markiert eine Große-Arkana-Karte meist ein Thema von besonderem Gewicht – etwas, das über die Tagesebene hinausreicht und häufiger einen längeren Lebensabschnitt betrifft als ein einzelnes Ereignis. Auf dieser Seite findest du zu jeder der 22 Karten eine ausführliche Deutung aufrecht und umgekehrt.
Große und Kleine Arkana
Ein vollständiges Tarot-Deck umfasst 78 Karten: die 22 Karten der Großen Arkana und 56 Karten der Kleinen Arkana. Die Kleine Arkana gliedert sich in vier Farben – Stäbe, Kelche, Schwerter, Münzen –, die traditionell für Tatkraft, Gefühl, Gedanke und Materielles stehen, ergänzt um Hofkarten wie Page, Ritter, Königin und König. Während die Große Arkana große Bögen und Wendepunkte beschreibt, zeichnet die Kleine Arkana das Alltägliche nach: ein Gespräch, eine Entscheidung im Job, eine kurze Verstimmung. In einer klassischen Legung ergänzen sich beide Ebenen – die Große Arkana liefert das Thema, die Kleine Arkana die Details darum. Auf dieser Seite findest du beide Ebenen: die 22 Großen Arkana und – nach ihren vier Farben Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen geordnet – die 56 Karten der Kleinen Arkana.
Wie du mit Tarot arbeitest
Der einfachste Einstieg ist die Tageskarte: eine einzelne Karte, die einen Impuls für den Tag setzt, keine Prognose. Stell dir vor dem Ziehen eine offene Frage – etwa „Worauf lohnt sich heute mein Blick?" – statt einer Ja-Nein-Frage, und lies die Antwort als Denkanstoß, nicht als Anweisung. Wer tiefer legen möchte, beginnt meist mit einer Drei-Karten-Legung für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder für Situation, Herausforderung und möglichen Ausgang. Wichtig ist dabei weniger das „richtige" Auswendiglernen jeder Bedeutung als die Bereitschaft, das Kartenbild mit der eigenen Situation in Verbindung zu bringen. Eine umgekehrte Karte verstärkt diesen Dialog zusätzlich, statt ihn zu verkomplizieren: Sie lädt dazu ein, die Frage von einer blockierten oder nach innen gewandten Seite zu betrachten. Unsere tägliche Tageskarte zieht dafür jeden Tag automatisch eine neue Karte.
Was bedeutet die Große Arkana? +
Die Große Arkana umfasst die 22 nummerierten Karten von Der Narr (0) bis Die Welt (XXI). Sie stehen für archetypische Lebensthemen und größere Entwicklungsschritte, während die 56 Karten der Kleinen Arkana eher Alltägliches abbilden. Taucht in einer Legung eine Karte der Großen Arkana auf, gilt das traditionell als Hinweis auf ein Thema von besonderem Gewicht.
Kann ich Tarot selbst lernen? +
Ja, die Grundlagen lassen sich gut im Selbststudium erschließen: Bildsymbolik betrachten, Kartenbedeutungen wie auf dieser Seite nachlesen und mit einfachen Legungen wie der Tageskarte üben. Wer regelmäßig zieht und die eigenen Deutungen mit der Zeit vergleicht, entwickelt ein Gefühl für die Karten – vergleichbar mit dem Erlernen einer neuen Bildsprache.
Was ist eine Tageskarte? +
Die Tageskarte ist eine einzelne, für den Tag gezogene Karte. Auf dieser Seite wird sie deterministisch aus dem Datum ermittelt, sodass sie über den Tag stabil bleibt. Sie liefert einen Impuls oder eine Leitfrage für die kommenden 24 Stunden, keine Vorhersage konkreter Ereignisse. Am nächsten Tag wechselt die Karte automatisch.
Bedeutet eine umgekehrte Karte etwas Schlechtes? +
Nein. Eine umgekehrte Karte bedeutet nicht automatisch Unglück, sondern verschiebt meist den Fokus: nach innen statt außen, blockiert statt fließend, oder auf die Schattenseite eines Themas. Manche Karten werden umgekehrt sogar milder gelesen als aufrecht, etwa als abklingende Krise statt akutem Einschnitt.
Sind Tarot-Deutungen Vorhersagen? +
Nein. Tarot-Deutungen auf dieser Seite verstehen sich als Reflexionswerkzeug, nicht als Wahrsagerei oder verbindliche Vorhersage. Die Karten spiegeln mögliche Perspektiven, Muster und Fragen zu einer Situation – die Entscheidung und Deutung im konkreten Fall bleibt immer bei der lesenden Person selbst.
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